CVJM Pfalz e.V. - Landesverband

BNE

Der CVJM Pfalz verknüpft in seinem Bildungskonzept die Themen Bildung für nachhaltige Entwicklung, biologische Vielfalt und Inklusion im ländlichen Raum und im weltweiten Horizont.



BNE                                                                                                                           



Das Bildungskonzept des CVJM Pfalz umfasst

-       wald- und erlebnispädagogische Programme,

-       die Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiter (JULEICA) und

-       die internationalen Kontakte zu CVJMs in Tansania und Costa Rica fördern interkulturelles Lernen. In Tansania wird ein Begegnungszentrum für Christen und Muslime sowie eine Mädchenschule unterstützt, in Costa Rica eine Kindertagesstätte in einem sozial schwierigen Viertel der Hauptstadt mit Austausch von Volontären.

2015 fand eine trinationale Begegnungsfreizeit mit CVJMs aus China, Frankreich und Deutschland zum Thema

             Nachhaltigkeit statt.

Die Bildungsarbeit des CVJM Pfalz mit dem Titel „ Bildung mit Kopf, Herz und Hand im Zeichen des CVJM Dreiecks“ wurde 2011 und 2013 als „UN-Dekadeprojekt Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

2015 wurde das CVJM-Jugendgästehaus zertifiziert als Schulnahe Umweltbildungseinrichtung Rheinland-Pfalz (SchUR-Station).

Vom Rat für Nachhaltigkeit wurde das Projekt ausgezeichnet 2013 als Werkstatt N Impulse und 2016 als Werkstatt N Projekt.

2016 wurde das Jugendgästehaus für 3 Jahre weiterhin zertifiziert als GUT DRAUF- Einrichtung mit dem Fokus auf gesundes regionales Essen, Bewegung und Stressregulation.

Für das Bildungsprojekt „Wir machen den Wald begreifbar“ erhielt der CVJM Pfalz im September 2016 den Umweltpreis von Rheinland-Pfalz.



Der CVJM Pfalz hat seine bisherigen Waldprogramme und das Gelände des Jugendgästehauses verstärkt auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ausgerichtet.



Auf dem Außengelände ist ein Parcours der Sinne entstanden mit Stationen der Bewegung, der biologischen Vielfalt und WaldART:

-       duftende und essbare Früchte tragende Bäume/Sträucher

-       Ruhepunkte durch Hängematten- und Nestschaukeln

-       Niedrigseilgarten

-       Balancierstämme

-       Bogensportanlage

-       Bienenstöcke mit Angebot Honig zu schleudern

-       Zapfensortieranlage

-       verschiedene Nistmöglichkeiten bauen

-       Mega-Natur-Webrahmen zwischen Bäumen

-       einen mobilen Barfußpfad (auch für Rollstuhlfahrer geeignet)

-       Fühlkästen

-       Dendrophon

-       Kräuterschnecke

-       Untersuchungsmöglichkeit der Wasserspeicher-Eigenschaft verschiedener. Böden

-       2große von den Kinder ausgefüllte Insektenhotels

-       Lesesteinhaufen für wechselwarme Tiere

-       Lausch-Periskop in den Baum-Wipfelbereich

-       Tastvorrichtung für verschiedene Baumarten

-       Rollstuhl-Wippe

-       Rollstuhl geeignetes Trampolin

-       Allee von Bäumen des Jahres

Mitgeholfen haben dabei verschiedene Förderschulklassen und Jugendgruppen aus CVJM Ortsvereinen und Fördereinrichtungen.

Die Westpfalz-Werkstatt hat zu Beginn mit einer Gruppe Geh-behinderter und Rollstuhlfahrer das Gelände unter die Lupe genommen und Gestaltungsideen geäußert.



Schnell wurde deutlich, dass parallel zu der Projektentwicklung ein breit ausgebautes Netzwerk nötig ist.

Im Bereich seiner Bildungsarbeit hat der CVJM Pfalz daher ein Netzwerk entwickelt aus Institutionen, Vereinen und Initiativen aus den Bereichen Behindertenhilfe, Schulen, Kommune, Kirche, Jugendarbeit, Naturschutz, Wissenschaft.

Das jeweilige Engagement ist sehr unterschiedlich: von direkter Umsetzung des Projektes über Beratung bei Bedarf, Vermittlung von Kontakten und Öffentlichkeitsarbeit. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem Aufbau und der Pflege eines vielfältigen Netzwerkes gemacht.



Unsere Kooperationspartner sind:

-       das Forstamt Otterberg (gemeinsame Waldprogramme und Projektentwicklung)

-       Landesjugendpfarramt (Beratung, Netzwerk, Material und Vortragstätigkeit) ,

-       Landesdiakoniepfarrer (Beratung, Netzwerk,“Türöffner“)

-       Westpfalz-Werkstätten (Beratung, Mitarbeit)

-       Förderverein Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung (Beratung)                  

-       CVJM Jugendgruppe Erfenbach/Katzweiler (Mitarbeit)

-       Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg (Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Beratung)

-       Dekanat An Alsenz und Lauter

-       Kirchengemeinde Katzweiler-Mehlbach

-       Kirchengemeinde Otterbach

-       Institut für Sonderpädagogik der Uni Landau (wissenschaftl.. Begleitung)

-       Kommunale Jugendsozialarbeit

Vernetzt sind wir weiter mit den/dem

-       Arbeitskreisen des Landesjugendpfarramtes zu den Themen inklusive Freizeitenarbeit und Anschlüsse Konfirmanden- und Jugendarbeit

-       Netzwerk Umweltbildung Kaiserslautern und Rheinland-Pfalz,

-       dem Netzwerk der SchUR-Stationen in Rheinland-Pfalz,

-       dem Projekt Kaiserslautern inKLusiv der Lebenshilfe,

-       der Zukunftsregion Westpfalz, einem freiwilligen Zusammenschluss von Firmen, Institutionen und Vereinen zur Behebung des drohenden Fachkräftemangels in dem ländlichen, strukturschwachen Gebiet der Westpfalz,

-       mit dem Netzwerk Bildungspartner BNE in der grenzüberschreitenden Großregion (Saarland, RLP, Graine Lorraine und BENELUX und

-       mit dem Netzwerk Stiftungen und Bildung.

-       AK Klimabildung der Prot. Landeskirche der Pfalz





Folgende Projekte und ihre Weiterentwicklungen wurden in den letzten Jahren geplant und durchgeführt.

„Wir machen Wald begreifbar–Waldpädagogik auch mit Menschen mit Behinderung“

-Waldolympiade

-das Leben der Honigbiene mit allen Sinnen erfahren

-mit Robin Hood unterwegs

- Boden- ein Schatz mit Füßen getreten

- Outdoor-Kochen

-Erlebnis.Beruf.Abenteuer. zur Förderung der Berufsreife

Arbeitsbereich Konfirmanden: Konfitüre

- Konfirmanden und ehrenamtliches Engagement

-:Konfi-Camps – Freizeiten

- Konfirmandentage

Arbeitsbereich Inklusion/Integration

- Auf dem Weg zur Juleica inklusiv

- „Willkommen in Otterberg“- Projekt mit geflüchteten und einheimischen Jugendlichen

- Integration und Sport



Unser Ziel lautet:

„heute nicht auf Kosten von morgen und

hier nicht auf Kosten von anderen leben“

das ist Nachhaltigkeit auf den Punkt gebracht. Dies ist letztendlich eine Frage der Gerechtigkeit und damit eine Grundhaltung, auf der alles andere aufbaut. Aus christlicher Verantwortung für uns, unsere Mitmenschen und für die Schöpfung in der wir leben, kann uns der Zustand der Welt nicht gleichgültig sein. Wir wollen uns daran beteiligen, Gerechtigkeit, Friede und die Bewahrung der Schöpfung zu fördern. Wichtig ist, dass die 3 Lebensbereiche Ökonomie, Ökologie und Sozial/Kulturelles in ihrer Vernetzung und gegenseitigen Abhängigkeit gesehen werden.



Wir wollen Kinder und jungen Menschen in die Lage versetzen, dass sie ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand nehmen können unter Berücksichtigung der Interessen der Mitmenschen und der Umwelt. Gleichzeitig sollen sie ein hohes Maß an gesellschaftlicher Teilhabe erreichen können.

Dazu sind Gestaltungskompetenzen (nach De Haan et al 2008) wichtig.

- weltoffen und neue Perspektiven integrierend Wissen aufbauen

- vorausschauend Denken und Handeln

- interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen

- Risiken, Gefahren und Unsicherheiten erkennen und abwägen

- gemeinsam mit anderen planen und handeln

- an Entscheidungsprozessen partizipieren können

- Sich und andere immer wieder motivieren können

- die eigenen Leitbilder/ Werte und die anderer reflektieren können

- Zielkonflikte berücksichtigen können

- Empathie und Solidarität für Benachteiligte aufbringen

- Vorstellung von Gerechtigkeit als Entscheidungsgrundlage nutzen

(Zitate und Gedanken aus: „Der Wald ist voller Nachhaltigkeit“ von Kohler, Beate und Schulte Ostermann, Ute Beltz-Verlag, 2015)



Zur Einübung dieser Gestaltungskompetenzen bietet sich die Natur vor unserer Haustür als ein hervorragender Lern- und Erfahrungsort an:

- Wald ist spannend und regt zu Neugier und Entdeckungsfreude an

- durch seine Vielfalt regt er Fantasie und Kreativität an

- der Naturraum schult die Motorik, die eigene Körperwahrnehmung und Geschicklichkeit

- durch Erleben mit allen Sinnen kann man sich selbst als Teil der Natur wahrnehmen

- Neue Erfahrungen werden ermöglicht durch das Bestehen von Herausforderungen und dem Abbau von Ängsten

- durch Faszination und dem Staunen über die Zusammenhänge entsteht eine Wertschätzung, die zur Grundlage für Engagement und verantwortungsbewusstes Verhalten wird.

(Zitate und Gedanken aus: „Mit Robin Hood in den Wald“ von Hesebeck und Andere, Ökotopia Verlag, 2013)



Unsere Programmangebote werden mit einer großen Methodenvielfalt vermittelt

(abenteuerhaft, sportlich, handwerklich, informativ, kreativ und mit viel Spaß).

Impressionen

Waldpädagogik: Wir machen den Wald begreifbar

 

;

Termine und Aktionen

Folgende Termine sind geplant:

      Montag 10.7.2017 „Arbeiten wie ein Förster“
z.B. eine Wanderung zum CVJM Wald (ca. 1h), Waldarbeiten, (kurze) Waldführung, Barfußpfad, Grillen, Hütten bauen, (Wald-) Spiele


      Mittwoch 12.7.2017 „Wald-Geländespiel“
Ein große Geländespiel (Art noch unklar) und Programm drum herum
à hier sind noch kreative Köpfe gefragt =)

      Donnerstag 13.7.2017 „Spiel, Sport & Spaß auf der Johannishöhe“
Unterschiedliche Fun-Sportarten und Aktionen auf der Johannishöhe. Auswahl noch unklar. Möglichkeiten: Nerv, Jugger, Bogen schießen, Sport-Stacking, Sporthocker, Jonglieren, Ball-Sport, Fangspiele, Geo-Cachen, etc. Auch etwas zu Essen sollte es geben und natürlich auch einfach Zeit zum Spielen. Kreative Angebote wären ebenfalls möglich.


      Montag 17.7.2017 „Scouts-Erlebnistag“
z.B. Feuer machen, WaldART/LandART, Schnitzen, Zelt bauen, gemeinsame Spiele, Hütten bauen, … und über dem Feuer kochen oder grillen.


      Mittwoch 19.7.2017 „Abenteuer Wildnis“
z.B. etwas mit Orientierung, Kochen über dem Feuer, Feuer machen allgemein, Schnitzen, Knotenkunde, Hütten bauen, (freies) Spiel.


      Freitag 21.7.2017 „Waldolympiade“
Unterschiedliche Stationen/Aufgaben/Spiele zum Thema Wald auf dem Gelände der Johannishöhe … Kreativität, Sport, Wissen, Teamaufgaben, …






Bei Interesse, Ideen und/oder Fragen bitte melden bei:

Katharina Lutz

Telefon:  +49 6301-7150-20

Mobil:     +49 174 7310091

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Unsere Projektpartner

Wir danken unseren Projektpartnern:


Als Netzwerkpartner:


Westpfalz-Werkstatt
Landesdiakoniepfarrer A.Bähr
Forstamt Otterberg
Landesjugendpfarramt
Institut für Sonderpädagogik der Uni Landau
Förderverein Netzwerk Selbstbestimmung und Gleichstellung
CVJM Jugendgruppe Erfenbach/Katzweiler
Stadt Otterberg
Hans-Zulliger-Schule Enkenbach
Schule am Donnersberg Rockenhausen
Fachbereich Geografie der PH Heidelberg

Als Finanzielle Unterstützer:

Europa-Möbel Umweltstiftung
Heidehofstiftung
HIT- Umweltstiftung
Kreissparkasse Kaiserslautern
Eudim-Stiftung
EU- Jugend in Aktion
Deutsch-amerikanische Frauenclub
Stadtwerke Kaiserslautern (SWK)
FNSG (Förderverein Netzwerk Selbstbestimmung und Gleichstellung) 
Volksbank Kaiserslautern

Wir sagen: D A N K E

„Wir machen den Wald begreifbar – Waldpädagogik für und mit Menschen mit Behinderung“

Waldprogrammneu

Wir wollen die bisherigen Waldprogramme (durchgeführt vom Forstamt Otterberg) und das Gelände unseres Jugendgästehauses verstärkt auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ausrichten und zwar gemeinsam mit ihnen.

Ziel ist es auf dem Außengelände einen Parcours der Sinne zu planen und zu gestalten, der hilft Wald mit allen Sinnen zu begreifen.

Verschiedene Förderschulklassen und Jugendgruppen aus Vereinen, Werkstätten und Förderschulen werden sich dabei mit Baucamps und  Baufreizeiten engagieren.

So sollen die Waldweg rollstuhlgerechte ausgebaut werden. Da die Projektleiterin gleichzeitig Hobby-Imkerin ist, haben wir mittlerweile 2 Bienenvölker auf der Johannishöhe stehen. Es besteht das Angebot bei der Honigernte zu helfen (Waben entdeckeln, Honigschleudern usw.) und vieles über Bienen lernen.

Die Westpfalz-Werkstatt hat bereits mit einer Gruppe Gehbehinderter und Rollstuhlfahrer das Gelände unter die Lupe genommen und Gestaltungsideen geäußert. Eine Wochenendfreizeit ist geplant.

Begleitet werden diese Aufenthalte von unseren Kooperationspartnern, Waldpädagogen und Erlebnispädagogen und von der CVJM Jugendgruppe Katzweiler/Erfenbach, die sich in diesem Jahr mit dem Thema „Inklusion“ beschäftigt.

Das erste Kernstück der "Parcours der Sinne" befindet sich in der Realisierungsphase und soll am 5.9.2013 feierlich eingeweiht werden. Geplant sind:

- duftende und essbare Früchte tragende Bäume pflanzen

- verschiedene Nistmöglichkeiten aus Bausätzen bauen,

- Mega-Natur-Webrahmen zwischen Bäumen spannen,

- einen mobilen Barfußpfad (auch für Rollstuhlfahrer geeignet) herzustellen,

- Bäume freischneiden und von Totholz und Brombeeren befreien,

- Ruhepunkte schaffen durch Hängematten- und Nestschaukeln,

- Bogensport-Anlage

- Fühlkästen (bereits bei der Westpfalz-Werkstatt in Auftrag gegeben)

- Niedrigseilgarten mit Modulen, die für Rollstuhlfahrer geeignet sind.

Sowohl bei der Planung als auch der Gestaltung des Parcours der Sinne wird nachhaltige Bildung gefordert und gefördert. An zwei Beispielen wird dies deutlich:

1. Beispiel: Netzwerk-Partnerschaft

Mit dem Aufbau bzw. der Beteiligung an der Netzwerkpartnerschaft haben alle Beteiligten Neuland betreten. Bisherige vertrauensvolle Zusammenarbeit, Neugier und Lust gemeinsam neues zu entwickeln sind derAntrieb. Ohne den Willen, über den Horizont des eigenen Fachbereichs hinaus zu denken, hätten wir dieses Netzwerk nicht bilden können.

Dazu ist es wichtig wahrzunehmen, dass man andere mit anderen Kompetenzen braucht, um sich und seine Arbeit weiter zu entwickeln.

Weiter ist wichtig, selbstkritisch zu erkennen, welchen Grad des Engagements jeder aufwenden kann und nur das zu versprechen, was auch möglich ist ( Selbstwahrnehmung!).

Das erste Netzwerktreffen war daher geprägt vom gegenseitigen Kennenlernen. Wichtig war aber auch, Beschlüsse zu fassen ( weiter zusammenarbeiten zu wollen) und konkrete Schritte zu planen (wie Seminarangebote und Pflanzaktionen). Es sollten doch die Kooperationspartner gleich zu Beginn merken, dass wir nicht nur zum Reden sondern zum gemeinsamen Tun zusammen kommen.

Kompetenzen wie

Sach-und Methodenkompetenz: Wissen aufbauen in dem neue Perspektiven integriert werden, vorausschauend denken und handeln, gemeinsam planen

Sozialkompetenz: an Entscheidungsprozessen partizipieren;

Selbstkompetenz: Empathie zeigen, sich selbst motivieren, aktiv zu werden uvam

2. Beispiel: mobiler Barfußpfad

Die Förder/Integrationsschüler haben die Möglichkeit einen mobilen Barfußpfad, der auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist, zu bestücken.

Dafür sammeln sie verschiedene Materialien in Kisten, die sowohl "betreten" werden können als auch auf Tische gestellt werden, damit sie von Rollstuhlfahrern mit den Händen befühlt werden können.

Die Kinder lernen sich in die Situation anderer hineinzuversetzen ( was können Rollstuhlfahrer und was nicht?), sie lernen Materialien zu unterscheiden, nicht jedes Material ist jederzeit verfügbar (Früchte, Blätter, Blüten sind Jahreszeiten abhängig), Verantwortung zu übernehmen, welches Material sie benutzen (Verletzungsgefahr abschätzen bei der Verwendung von Kastanien-Igeln, Ekelgrenze bedenken) Wert des Materials abschätzen (Waldboden enthält Lebewesen - wie gehe ich damit um?)

Sach- und Methodenkompetenz: vorausschauend denken und handeln, interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen

Sozialkompetenz: gemeinsam mit anderen planen und handeln; an Entscheidungsprozessen partizipieren

Selbstkompetenz: Empathie zeigen; eigene Werte und Ziele überdenken; selbständig planen und handeln uvam

Aufgrund unserer Kontakte mit Behindertengruppen und ihren BetreuerInnen, sind wir der Meinung, dass gerade dieser Zielgruppe verstärkt Teilhabe im Umweltbereich angeboten werden sollte, dass „Wald“ unmittelbar emotional anspricht, dass auch Menschen mit Behinderung ansprechbar sind für die Thematik Natur- und Umweltschutz.

Unser Projekt hat Modellcharakter: Eine Nachfrage bei Georg Sprung Leiter der KOMMA von Landesforsten Rheinland-Pfalz ergab, dass keine mehrtägigen waldpädagogischen Programme für Menschen mit Behinderung bekannt sind.

Die Wirkung wird sichtbar, wenn vermehrt Förderschulen und sonstige Einrichtungen ihre Aufenthalte buchen. Unsere Angebote wollen wir auch über die Tourist-Information der Verbandsgemeinde Otterberg bekannt machen, zu der eine gute Beziehung besteht, wie auch zu Verbandsbürgermeister Martin Müller, den wir des Öfteren als Gast bei uns begrüßen dürfen. 

Da bei unserem Projekt sowohl Menschen mit und ohne Behinderung als auch Institutionen aus verschiedenen Bereichen (Forstwirtschaft, Behindertenhilfe, Jugendarbeit) miteinander arbeiten werden, erstellen wir ein modular aufgebautes Seminarangebot. Die Vertreter der Behindertenhilfe bieten verschiedene Möglichkeiten der Hospitation (Sportstunden, Discos, Waldtage usw.), die Teilnahme an Kurzfreizeiten, Einblicke in Arbeitsbereiche der Behindertenwerkstätten und öffentliche Veranstaltungen wie europaweiter Aktionstag 5. Mai oder Selbsterfahrung mit Barrieren. Man kann sich über den Umgang mit Menschen mit Behinderung informieren und Hemmschwellen durch Begegnungsmöglichkeiten abbauen. Bereits jetzt gibt es dafür Interessenten von Kindergärten und Schulen, die eigentlich mit unserem Projekt nichts zu tun haben.

Zeitplan und Dauer des Vorhabens

Die Dauer des Vorhabens hängt von den Finanzierungsmöglichkeiten ab. Gestartet ist das Projekt Im Februar 2012 bei dem die Kooperationspartnern sich zu einem ersten Kennenlernen und Planen des weiteren Vorgehens getroffen haben (Kuratorium).

  • März: Baumpflanzungen
  • April: Planung eines Niederseilgartens speziell für erlebnispädagogische Aktionen, Benjes-Hecken, Wegeeinebnung
  • Mai: Aufbau einer kleinen Bogensport-Anlage, Nestschaukel- und Hängemattenschaukel,
  • Juli: Aufbau Niedrigseil-elemente
  • November: Baumpflanzung

2013:

  • April: BauCamp Jugendgruppe/Westpfalz Werkstatt
  • Mai/Juni: Wegebau
  • Juli: Freizeit mit Jugendgruppe VG Otterbach
  • August: Schul-BauCamp Hans-Zulliger-Schule Enkenbach
  • Juli/August: Bau von Stationen 

wissenschaftliche Begleitung

Mit Dr. Dönges vom Institut für Sonderpädagogik der Uni Landau/Koblenz ist folgende Zusammenarbeit geplant:
Mit Studierenden wir ein Blockseminar mit den Zielen, die bisherige Konzeption wissenschaftlich zu überarbeiten. Sie soll auch  Förder-und Schwerpunktschulen zu Verfügung gestellt werden. Desweiteren sollen Programmangebote überarbeitet und neu konzipiert werden.
Ein Studentin wird darüber eine Masterarbeit, eine andere eine Arbeit für ihr Staatsexamen schreiben und das Projekt wissenschaftlich begleiten

Langfristigkeit:

Das Projekt ist eine Frucht aus der langjährigen engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Forstamt Otterberg. Aus dieser Kooperation entstammt die Idee, Waldpädagogik verstärkt für Förderschulen und Integrationsklassen zu entwickeln und dafür ein Netzwerk zu bilden. 

Nach der Aufbauphase schließt sich die Nutzungs- und Weiterentwicklungsphase an. Das Projekt ist auf Langfristigkeit angelegt. 

Verankerung in der Institution:

 Die Verknüpfung von Waldpädagogik und Inklusion ist im CVJM Pfalz durch die persönliche und berufliche "Betroffenheit" fest verankert. 

Netzwerkpartnerschaft:

Wir haben ein Netzwerk gegründet, das Menschen aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen zusammenführt ( Naturschutz, Behindertenhilfe, Schule, Wissenschaft, Jugendarbeit, Kommune).

Besonders interessant ist, dass Ehrenamtliche und Hauptamtliche zusammenarbeiten, auch in hierarchisch bis basisdemokratischen Strukturen.

Inklusion:

Wir ermöglichen einer bisher wenig berücksichtigten Gruppe Teilhabe an Planungs-und Gestaltungsprozessen. Wir gehen kleine Schritte auf dem schwierigen Weg in Richtung Inklusion und erahnen wie viel an gesellschaftlichen Einstellungsveränderungen noch nötig sein wird.

Nachhaltigkeit:

Wir haben gelernt, dass man andere mit anderen Kompetenzen braucht, um sich selbst und seine Arbeit weiter zu entwickeln. Die ökonomischen,ökologischen und sozialen Aspekte auch vor dem internationalen Hintergrund   des CVJM prägen unsere Arbeit. 

Lernprozess:

Wir hätten zu Beginn unseres Projektes nicht gedacht, in welchen Lernprozess wir uns damit begeben. Auf fachlicher und menschlicher Ebene erleben wir dies als große Herausforderung und Bereicherung.

Aktuelle Seite: Start > CVJM Landesverband > Inklusion/Biologische Vielfalt