Nachrichten

1. Bericht von Maike Sauermann (Volontärin in Costa Rica)

Bienvenidos,
a mi vida en Costa Rica!

Mittlerweile darf ich schon seit zweieinhalb Monaten meine Zeit in Costa Rica, genauer in
Purral (einem Stadtteil von San José), im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres
verbringen. Meine Arbeit findet im „Centro Infantil Ana Frank“ der „Asociación Cristiana de
Jóvenes de Costa Rica“ statt und wird vom CVJM Pfalz und von der entwicklungspolitischen
Organisation „weltwärts“ unterstützt.

Im Folgenden werde ich euch an einer Auswahl meiner bisher gesammelten Erlebnissen teilhaben lassen und wünsche viel Spaß beim Lesen!

Als ich am zweiten September dieses Jahres in Costa Rica ankam, war nicht nur mein Koffer gefüllt, sondern auch ich- und zwar auf der einen Seite mit Erinnerungen, aber auf der anderen und mehr gewichteten Seite mit Aufregung, Wünschen, Hoffnungen, Erwartungen und viel Vorfreude.

Die zweite Volontärin Helena, die vom CVJM Pfalz nach Costa Rica entsendet wurde, und ich
wurden von einem Mitarbeiter der ACJ Purral (meine Arbeitsstätte) am Flughafen mit dem
Auto abgeholt und zu unseren Gastfamilien gefahren. Es strömten wahnsinnig viele neue
Bilder, Gerüche, Umgebungen, Menschen und Eindrücke auf uns hinein. Selten war ich so
beeindruckt von und während einer Autofahrt gewesen.

Meine Gastfamilie legt extrem viel Wert auf Gemeinschaft, hat eine Menge
Interesse und Toleranz für mich und strahlt eine Lebensfreude aus, die ich bewundere und
über die ich sehr froh bin, sie mit ihnen teilen zu dürfen.

Was den Hauptgrund für meinen Aufenthalt in dem mittelamerikanischen Land und meine
zweite große Freude darstellen, sind die Kinder in der ACJ (CVJM auf Spanisch). Diese
stammen aus Familien extremer Armut und in denen vieles geschieht, was nicht passieren
sollte. Die Kinder lassen mich über vieles lächeln und staunen, wobei sie auf der anderen Seite auch viel Geduld, Ausdauer und Kreativität fordern. Es ist wunderbar, wie sich die Kleinen über einen Hubschrauber freuen können, aber es ist auch wirklich anstrengend, wenn sie einfach nicht hören wollen und etwas „Verbotenes“ schlichtweg nochmal machen. 

Ein typischer Arbeitstag mit den Kindern sieht folgendermaßen aus: ich arbeite oder spiele
mit den Kindern (z.B. Zählen lernen anhand von Bausteinen), dann geht man eine Stunde auf
den im Gelände der ACJ integrierten Spielplatz.
Danach werden die Kinder gefüttert, bzw. die etwas Älteren essen selbst und anschließend
legen sich die Kinder schlafen. Mittags gibt es eine „merienda“ (Zwischenmahlzeit), die leider
oft aus Keksen oder Müsli mit Zucker besteht. Danach komme ich wieder zum Zuge und
trainiere mit den Kindern zum Beispiel ihre Feinmotorik, gehe mit ihnen ins gimnasio
(Turnhalle) Fußball spielen, auf das Außengelände etc. Meistens rundet ein Film den Tag ab
und die Eltern kommen, um ihre Kinder abzuholen.
Es ist toll, wenn die Kinder mir zum Abschied einen Kuss auf die Wange geben, wie ihre
Augen bei Begeisterung leuchten, oder wie sie immer mehr Vertrauen zu mir fassen.

Alles Liebe und bleibt gesund,
eure „Mai“ bzw. „Maikel“ („Maike“ ist für die meisten Ticos zu schwierig, um es
auszusprechen)

Aktuelle Seite: Start > Landesverband > Nachrichten > CVJM Landesverband > Weltweit > Weltweit (nur auf weltweit seite dargestellt) > 1. Bericht von Maike Sauermann (Volontärin in Costa Rica)